Kino des Monats: Filmmuseum München

Seit seiner Gründung im Jahr 1963 hat sich das Filmmuseum München der Restaurierung und Archivierung von bedeutenden Werken der deutschen Filmgeschichte verschrieben. Teil des Museums ist das kommunale Kino, das mit aufwändigen Stummfilmaufführungen, Retrospektiven und Filmreihen alte und neue Schätze der Filmkunst ans Licht bringt.

"Bei der Restaurierung von Filmen spielt die Digitalisierung eine große Rolle. Es wird inzwischen fast nur noch digital restauriert", berichtet die stellvertretende Leiterin es Kinos, Claudia Engelhardt.

Weltweit bekannt wurde das Filmmuseum München durch seine Pionierarbeit in der Filmrestaurierung seit den 70er Jahren. Stummfilme von Fritz Lang, Ernst Lubitsch, Georg Wilhelm Pabst und Friedrich Wilhelm Murnau wurden restauriert und ebenfalls durch den Einsatz des Museums wieder öffentlich aufgeführt. Heute ist das kommunale Kino ein Ort, an dem internationales Filmschaffen auch jenseits der etablierten Filmländer vorgestellt wird und der von international bekannten Regisseuren ebenso besucht wird wie von Münchner Nachwuchstalenten.

Die stellvertretende Leiterin des Filmmuseums Claudia Engelhardt berichtet von ihren Erfahrungen: "Bei der Restaurierung von Filmen spielt die Digitalisierung eine große Rolle. Es wird inzwischen fast nur noch digital restauriert. Es ist billiger, schneller bei Farbkorrekturen und bietet enorme Möglichkeiten. Wenige Archive haben das Geld, einen digital restaurierten Film auf 35mm auszubelichten. Daher gibt es viele restaurierte Klassiker nur noch digital. Oder die Archive haben zwar noch 35mm Filmkopien im Bestand, die aber inzwischen so wertvoll geworden sind, dass sie noch nicht einmal mehr an andere Archive für Kinovorführungen ausgeliehen werden. Das heißt, wenn man z.B. eine vollständige Retrospektive von Carl Theodor Dreyer zeigen möchte, bleibt einem auch gar nichts anderes übrig, als die Filmklassiker digital abzuspielen. Viele verkennen das und setzen digitales Kino nur mit amerikanischen Blockbustern gleich."

Das komplette Interview mit Claudia Engelhardt: http://www.finest-film.com/press